Deutscher Meistertitel für Mohamed Almanouchi und starke Auftritte des TuS-Trios

Mohamed Almanouchi konnte sich zum 4. Mal in seiner noch jungen Laufbahn den Deutschen Meistertitel sichern! Dabei verlief die Vorbereitung für ihn nicht ganz optimal, da er sich gerade im Umzug nach Heidelberg befindet, um dort künftig unter dem neuen Cheftrainer Humberto Horta Dominguez zu trainieren.

Jedoch gewann er seinen Auftaktkampf gegen Ersin Kaya aus Thüringen sehr souverän und konnte dieses Duell gut nutzen, um wieder Ringpraxis zu sammeln. Im anschließenden Viertelfinale wartete mit Issad Nbaye vom ausrichtenden Landesverband Hessen eine harte Aufgabe. Mohamed gestaltete die erste Runde sehr souverän und agierte mit viel Übersicht. Zu Beginn der zweiten Runde kam der Hesse zwar kurzzeitig mit dynamischen Angriffen ins Ziel, aber Mohamed wendete das Blatt postwendend und entschied den Kampf am Ende klar für sich.

Im Halbfinale setzte sich Mohamed erfolgreich gegen Assad Gholami aus Berlin durch und qualifizierte sich mit einem 4:1-Punktsieg für das Finale.

Dort entwickelte sich ein packender Kampf: Der robuste bayerische Finalgegner schickte Mohamed bereits nach der ersten Minute zu Boden. Doch Mohamed fing sich sofort wieder und konnte diesen ersten Durchgang noch knapp gestalten. In Runde 2 begann dann die Aufholjagd. Mohamed agierte aus einer geschlossenen Deckung heraus sehr druckvoll, sodass es nach dem zweiten Durchgang unentschieden stand. In der dritten Runde ging es somit um alles. Mohamed behielt seine klare Linie bei, gewann diese entscheidende Runde und sicherte sich damit den verdienten Sieg und den Meistertitel!

Leider blieben Hamza Auragh (bis 65 kg) und Aymen Oubdesselam (bis 75 kg) bei dieser Meisterschaft ohne Medaille. Hamza Auragh siegte im Achtelfinale nach einer Klasseleistung gegen Brain Künzer, konnte aber im darauffolgenden Kampf um die Medaillenränge leider nicht mehr ganz an diese Form anknüpfen. Aymen Oubdesselam lieferte dem späteren Deutschen Meister in der 75-kg-Klasse ein extrem enges Gefecht. Er war der einzige Boxer des gesamten Turniers, der mit einem knappen 2:3 gegen Adam Shapianov unterlag. Angesichts dieser starken Leistung folgt hier vielleicht noch eine verdiente Einladung zu einem Auswahllehrgang.

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