Deutscher Meistertitel als Muttertagsgeschenk

Es war Sonntag, der 10. Mai. In den Blumenladen war Hochkonjunktur, denn es war Muttertag. Gabriel Di Gaetano hatte es irgendwie vergessen und versprach deshalb seiner Mama, bei der kommenden Deutschen Meisterschaft eine Medaille für sie zu holen.

Nur war die Ausgangsposition alles andere als günstig, sodass man keine hohen Erwartungen haben konnte. Denn Gabriel wurde aufgrund seines beherzten Halbfinalkampfes, den er knapp gegen Adam Daudi verlor, als Nr. 3 zur Deutschen Meisterschaft geschickt. 

Nach der Auslosung sah es noch schlechter aus, denn Gabriel musste bereits im Achtelfinale gegen Sayfullah Kurkaev vom Boxverband Brandenburg antreten und konnte somit nicht direkt im Viertelfinale um „Mamas Medaille” kämpfen. Gabriel setzte sich mit 3:2 durch, denn die Aufregung im jungen Jahrgang bei den ersten Deutschen Meisterschaften war ihm anzumerken. 

Nun kam es im Viertelfinale zur Revanche der NRW-Meisterschaften. Gabriel setzte sich gegen seinen Gegner Adam Daudi aus Nordrhein-Westfalen mit 3:2 durch. Mit seinem engagierten Kampfverhalten sicherte er sich die Bronzemedaille. Und das auch noch zum Vatertag. Im Halbfinale stand ihm Edin Asanovic vom Boxverband Berlin gegenüber. Di Gaetano zeigte ein boxerisches und kämpferisches Feuerwerk. Mit seinem Sieg mit 4:1 zog er ins Finale ein.

Im großen Finale sammelte Gabriel Punkt für Punkt, um sich als Nummer 3 des Boxverbandes NRW und einer der jüngsten in der Gewichtsklasse den Punktsieg zu sichern. Somit geht der Deutsche Meistertitel an den wohl größten Underdog dieser Gewichtsklasse. Die mitgereisten Eltern waren natürlich mehr als stolz.

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